Gesundheit steht für:

*Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens*

In den drei Unterpunkten Ernährung, Impfungen und Erkrankungen möchten wir wichtige Informationen zum Leben mit Katzen geben.

Als Basis für die Erläuterungen dienen uns das World Wide Web, Erfahrungen von Züchtern, Bücher und Gespräche mit Veterinärmedizinern.

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1. Ernährung:

Def.: Darunter versteht man die Aufnahme von Nahrungsstoffen, die ein Organismus zum Aufbau seines Körpers, zur Aufrechterhaltung seiner Lebensfunktionen und zum Hervorbringen bestimmter Leistungen in verschiedenen Lebenslagen benötigt.

Ernährung ist eine Voraussetzung für die Lebenserhaltung jedes Lebewesens!

Da es die unterschiedlichsten Standpunkte zur „Gesunden Ernährung“ von Katzen gibt, haben wir die für uns wichtigsten Punkte kurz aufgeführt. Auch hier zählt die Katze als eigenständiges Individuum mit all ihren vorlieben Abneigungen und unter Umständen auch Gebrechen zu sehen, um eine entsprechend angepasste Ernährungsform zu wählen.

Die Ernährung ihrer Katze im Krankheitsfall sollte individuell und in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt ggf. mit entsprechendem Diätplan erfolgen!

Katzen stellen hohe Ansprüche an eine bedarfsgerechte Ernährung. So enthält Katzenfutter immer mehr Eiweiß und Fett als Hundefutter. Katzen sollten in allen Lebensphasen mit hochwertigem Nass- und/oder Trockenfutter ernährt werden. Der Muskelfleischanteil bei Feuchtfutter sollte nicht unter 80% liegen. Der Eiweißanteil bei Trockennahrung sollte zwischen 30 und 33% liegen, der Fettgehalt kann zwischen 10 und 18% schwanken.

Es gibt einige Dinge die nicht in hochwertigem Fertigfutter vorkommen sollten:

 »»» „Verfeinerung“ mit Zugabe von Zucker oder Karamelsirup für den besseren Geschmack

»»» Antioxydantien und Konservierungsstoffe zur Haltbarmachung, d.h. alles was länger als 4 Monate haltbar ist und keine Konserve oder Vakuum verschweißt ist, kann ohne solche Zusatzstoffe auskommen.


Wachstum und Ernährung:

Im Wachstum wird die Grundlage für eine lang anhaltende Gesundheit Ihrer Katze gelegt. Bei der Fütterung heranwachsender Katzen müssen eine Reihe von Besonderheiten berücksichtigt werden. Denn nur speziell auf diesen Bedarf abgestimmte Nahrung kann garantieren, dass die Katze ausgewogen alles erhält, was sie abhängig vom Alter, Rasse und Lebensgewohnheiten braucht.


Nahrungsumstellung:

Jede unvermittelte Umstellung der Ernährung kann zu Verdauungsstörungen führen. Ernährungsumstellungen sollten innerhalb einer einwöchigen Übergangsphase erfolgen, in der dem bisherigen Futter langsam die neue Nahrung untergemischt wird.

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2. Schutzimpfungen für Katzen

Ein Impfschutz kann sich erst nach vollständig durchgeführter Grundimmunisierung aufbauen. Die daran anschließenden jährlichen Auffrischungsimpfungen sind zur Aufrechterhaltung eines lückenlosen Impfschutzes erforderlich!

Eine Grundimmunisierung ist grundsätzlich in jedem Lebensalter möglich!

Nachfolgend haben wir die wichtigsten Impfungen in einem kleinen Impfkalender als Empfehlung aufgeführt.

Grundimmunisierung
1.Impfung
Grundimmunisierung 2.ImpfungAuffrischimpfungen
Katzenseuche (Panleukopenie)ab 8-10. Lebenswoche12-14. Lebenswochejährlich*
Katzenschnupfen (Rhinotracheitis, Herpes- und Calici-Virus-infektionen)ab 8-10. Lebenswoche12-14. Lebenswochejährlich*
Katzenleukoseab 9. Lebenswoche12-14. Lebenswochejährlich*
Tollwutab 8-10. Lebenswoche12-14. LebenswocheErstauffrischung nach 1 Jahr, danach je nach Impfstoff  ggf. erst nach 3 Jahren wieder
FIP
(Feline Infektiöse Peritonitis)
ab 16. Lebenswoche
(intranasal)
ab 19. Lebenswoche
(intranasal)
jährlich*

*Jährliche Auffrischungsimpfungen sind zur Aufrechterhaltung eines lückenlosen Impfschutzes erforderlich!


Wichtige Vorbereitungen für geplante Impfungen:

  • evtl. vorahndener Parasitenbefall (Endoparasiten -z.B.Würmer; Ectoparasiten -z.B. Flöhe) sollte unbedingt vorher beseitigt sein!
  • ca. 14 Tage vor geplanter Impfung ist eine Entwurmung (Wurmkur) zu empfeheln


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Die normalen Körperfunktionen der gesunden Katze:

Normaltemperatur schwankt zwischen 37,8°C und 39,2°C 
Puls: 108 bis 132 Schläge pro Minute (bei Aufregung bis 200)
Atemzüge: 20 bis 30 pro Minute

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3. Häufige Erkrankungen bei Katzen:

Def.: Erkraknung ist eine Störung der körperlichen, kognitiven, sozialen und/oder seelischen Funktionen, die die Leistungsfähigkeit oder das Wohlbefinden eines Lebewesens subjektiv oder intersubjektiv deutlich wahrnehmbar negativ beeinflusst oder eine solche Beeinflussung erwarten lässt.


Diese Rubrik ersetzt keinesfalls den Besuch bei einem Tierarzt!!!


KATZENSEUCHE (Panleukopenie):

Erreger:

  • Felines Panleukopenievirus, sehr widerstandsfähig gegen äußere Einflüsse

Übertragung:

  • Direktübertragung von Tier zu Tier, aber auch über kontaminierte Gegenstände möglich

Inkubationszeit:

  • ca. 3-9 Tage

Symptome:

  • Durchfall, Erbrechen, Fieber, Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Futterverweigerung

Prognose:

  • keine Heilung möglich, da das Virus auch nach überstandener Erkrankung weiter ausgeschieden wird. Ohne Therapie kann diese Erkrankung zum Tod der Katze führen

jährliche Impfung empfohlen!

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KATZENSCHNUPFEN (Rhinothracheitis, Herpes-und Calici- Virusinfektionen)

Erreger:

  • meist Virusarten der Stämme Herpes- und Caliciviren

Übertragung:

  • Direktübertragung von Tier zu Tier, aber auch über kontaminierte Gegenstände möglich

Inkubationszeit:

  • ca. 2-5 Tage

Symptome:

  • Fieber, Niesen, Verklebungen von Augen und Nasenlöchern, bis zu eitrigem Nasenausfluss, übermäßigem Speichelfluss, Niedergeschlagenheit, Futteverweigerung und chron. Entzüdungen in Maulhöhle und Rachens

Prognose:

  • Heilung möglich, Spätschäden (z.B. Schweratmigkeit, Erblindung) nicht ausgeschlossen

jährliche Impfung empfohlen!

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KATZENLEUKOSE (Katzenleukämie):

Erreger:

  • Felines Leukosevirus (FeLV)

Übertragung:

  • alle Ausscheidungen wie Speichel, Kot und Urin, hauptsächlich aber über Speichel

Inkubationszeit:

  • ca. 4-12 Tage

Symptome:

  • allgemeine Infektanfälligkeit, Appetitlosigkeit, Abmagerung; Mattigkeit, leichtes Fieber

Prognose:

  • meist chron. Verlauf, keine Heilung möglich, Katze bleibt infektiös!

jährliche Impfung empfohlen!

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TOLLWUT:

Erreger:

  • Tollwutvirus

Übertragung:

  • Speichel durch Bisse

Inkubationszeit:

  • ca. 14-30 Tage

Symptome:

  • Verhaltensstörungen, Magen-Darm-Störungen, Scheu, Unrhe, Speichelfluss, Beißwut, Raserei

Prognose:

  • tödlich (Atemlähmung und Krämpfe)

Achtung:

  • Tollwut kann auch durch erkrankte Katzen auf den Menschen übertragen werden!

jährliche Impfung empfohlen, je nach Impfstoff auch größere Impfintervalle möglich!

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BAUCHFELLENTZÜNDUNG (Feline Infektiöse Peritonitis= FIP):

Erreger:

  • Coronavirus

Übertragung:

  • oral über Speichel, intrauterin (während der Trächtigkeit)

Erkrankungsformen:

  • nasse“exudative Form, „trockene“ granulomatöse Form

Symptome:

  • Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Abmagerung, schnelle Allgemeinverschlechterung, Zunahme des Bauchumfangs, Fieber, Schwäche

Prognose:

  • meist tödlich, akute Form immer schneller tödlicher Verlauf

Impfung möglich

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KATZEN - AIDS (Felines erworbenes Immundefizienzsyndrom):

Erreger:

  • Felines Immundefizienzvirus (FIV)

Übertragung:

  • Speichel durch Bisse

Symptome:

  • allgemeine Infektanfälligkeit, Appetitlosigkeit, Abmagerung; Mattigkeit, Fieberschübe, chron. Atemwegsinfektionen, Durchfall

Prognose:

  • tödlich

Derzeit keine Impfung möglich!

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GIARDIENBEFALL der Katze (Giardiose):

Erreger:

  • Giardia lamblia (Flagellaten (Geisseltierchen) –hartnäckiger Darmparasit)

Übertragung:

  • Schmierinfektionen, fäkal-oral (sich putzen der Katze), Wasser, Futterreste

Symptome:

  • Chron.-intermittierender, übelrichender Durchfall (wässrig-schleimig bis hell pastös, manchmal mit Blutbeimengungen), Stearrhoe (wachsänlich glänzender Kot), durch schlechte Futterverwertung Abmagerung, kümmern, stumpfes Fell bei erhaltenem Appetit, leichtes Fieber

Diagnose:

  • Zystenachweis im Kot, auch Fragmente (Eiweißbestandteile) der Zysten noch nach 14-21 Tage im Schnelltest nachweisbar! Untersuchungsergebnis kann somit verfälscht sein!

Erkrankungsformen:

  • akute Giardiose“ Abheilung unter Therapie in 14-30 Tage möglich, „chron. Giardiose“ Abheilung unter Therapie langwieriger, erhöhte Medikation notwendig

Inkubationszeit:

  • 3-20 Tage (durchschnittlich 7 Tage)

Prognose:

  • Heilung möglich, bei konsequent durchgeführter Therapie mit gleichzeitiger Umgebungsbehandlung

Therapiemöglichkeiten:

Es steht jedem Katzenbesitzer frei zu entscheiden, welche Therapien seine Katzen erhalten soll!

Hier handelt es sich um persönliche Erfahrungswerte:

Panacurgabe über 5 Tage (Dosierung: doppelt so hoch als Packungsangabe vorsieht)

o       Danach 3 Tage PAUSE

Panacurgabe über 5 Tage (Dosierung: doppelt so hoch als Packungsangabe vorsieht)

o       Danach 3 Tage PAUSE

Spartrixgabe 1malig (Dosierung: pro kg Körpergewicht der Katze 2 Tbl.)

o       Danach 14 Tage PAUSE

Spartrixgabe 1malig (Dosierung: pro kg Körpergewicht der Katze 2 Tbl.)

Bei der chron. sehr hartnäckigen Form kann unterstützend noch Metronidazol über 7 Tage gegeben werden. (Dieses Medikament ist Verschreibungspflichtig!)


Umgebungsbehandlung:

  • Tgl. abdampfen aller für Katzen erreichbarer Flächen incl. aller Liegeplätze mit Dampfreiniger
  • Tgl. Wechsel der Auflagen auf allen Liegeplätzen- Reinigung der Auflagen in der Waschmaschine, wenn möglich bei 90°C, mindestens aber 60°C!
  • Tgl. Desinfektion und Reinigung aller Katzentoiletten, wenn möglich mit Dampfreiniger
  • Tgl. Wechsel des Katzenstreu (billige Variante genügt, da tgl. Wechsel)
  • Trinkbrunnen entfernen und auskochen bzw. desinfizieren, erst nach Therapieende wieder zu Verfügung stellen
  • Tgl. Wechsel der Wasserschüssel --Reinigung wenn möglich in Spülmaschine (über 60°C)
  • Wechsel der Futterschüsseln zu jeder Mahlzeit --Reinigung wenn möglich in Spülmaschine (über 60°C)
  • Kotverklebungen am Fell der Katzen umgehend auswaschen, ggf. Fell im Analbereich zur besseren Reinigung einkürzen.
  • Katzen in den Medikamentenfreien Zeiten (Pausen) komplett waschen

Achtung:

Es liegt ein hohes Infektionsrisiko vor = Gefahr der Zooonose. D.h. die Erkrankung kann auf den Menschen übertragen werden und ist somit eine dem zuständigen Gesundheitsamt meldepflichtige Erkrankung!

Alle genannten Therapiemöglichkeiten zu den oben aufgeführten Erkrankungen ersetzen keinesfalls den Besuch bei einem Tierarzt!!!

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4. Giftpflanzen Datenbank für die Veterinärmedizin:

Giftpflanzen Datenbank für die Veterinärmedizin


Informationszentrale gegen Vergiftungen, Bonn

 Notrufnummer: +49-228-19 24 0



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